Rev. Nicole Ashwood


Rev. Nicole Ashwood ist Pfarrerin der Vereinigten Kirche von Jamaika und den Kaimaninseln und seit 2018 Leiterin der Abteilung Just Community on Men and Women beim Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK). Sie studierte am ökumenischen Institut in Bossey und am Eden Theological Seminary in den USA.

Vom Widerstand zur Wirkung: Einsatz für Geschlechtergerechtigkeit

Geprägt von starken Frauen, die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern nicht einfach hinnahmen, folgte auch sie dem Ruf ins geistliche Amt und setzte sich damit als Pfarrerin gegen gängige Erwartungen an einen männerdominierten Berufsstand durch. Überregional engagiert sie sich in ökumenischen Partnerschaften für Geschlechtergerechtigkeit, insbesondere zu den Themen häusliche Gewalt, sexueller Missbrauch und Menschenhandel. Dabei setzt sie auf Sensibilisierung, Interessenvertretung und einen leichteren Zugang zu Unterstützung und nutzt die ÖRK-Kampagne „Thursdays in Black“ als einen Schwerpunkt ihrer Arbeit.

Solidarität und Protest in Schwarz – Sichtbarkeit gegen Unrecht

Thursdays in Black (Donnerstag in Schwarz) ist eine weltweite Bewegung, die Menschen dazu ermutigt, sich gegen geschlechtsbezogene Gewalt zu positionieren und wendet sich gegen Einstellungen und Praktiken, die Vergewaltigung und andere Formen von Gewalt ermöglichen und verharmlosen.

Weltweit beteiligen sich viele Menschen, Kirchen und Organisationen an der Kampagne und tragen donnerstags Schwarz, eine Farbe, die für WiderstandWürde und Kraft steht, um Aufmerksamkeit zu schaffen und Solidarität zu zeigen.

Die Kampagne hat ihre Wurzeln in einer ÖRK-Aktion aus den Jahren 1988 bis 1998, der sog. „Dekade der Kirchen in Solidarität mit Frauen“. Erfahrungen geschlechtsspezifischer Gewalt rückten stärker ins öffentliche Bewusstsein, darunter Vergewaltigungen in Kriegen sowie Fälle von Missbrauch und weiterer Gewalt. Gleichzeitig wurde jedoch auch sichtbar, wie Frauen sich trotz allem behaupten, Verantwortung übernehmen und sich auf unterschiedliche Weise gegen solche Übergriffe zur Wehr setzen.

Somit ist die Kampfange u.a inspiert durch

– die „Mütter der Verschwundenen“ in Buenos Aires, die donnerstags gegen das Verschwinden ihrer Kinder protestierten, 

– die „Women in Black“ im Heiligen Land, die bis heute gegen Krieg und Gewalt demonstrieren, 

– Frauen in Ruanda und Bosnien, die gegen Vergewaltigung als Kriegswaffe protestierten, 

– die Black-Sash-Bewegung in Südafrika, die gegen Apartheid und staatliche Gewalt protestierte, 

– und vielen weiteren Frauen, die jeden Tag aufs Neue Widerstand auf unterschiedliche Weise zeigen… 

Rev. Nicole Ashwood ermutigt dazu, sich diesen Frauen in ihrem Protest anzuschließen, um geschlechtsspezifische Gewalt nicht zu verschwiegen und so zu normalisieren.

Quellen

Lead Integrity: Rev. Nicqui Ashwood, https://www.lead-integrity.com/rev-nicqui-ashwood (letzter Aufruf 19. 04.2026).

Der Blog von Rev. Nicole AshwoodWorld Council of Chruches: Blog post by Nicole Ashwood, https://www.oikoumene.org/blog-by-author/877/877, (letzter Aufruf 19. 04.2026).

Informationen zur Abteilung Just Community on Men and Women des ÖRKWorld Council of Chruches: Just Community on Men and Women, https://www.oikoumene.org/what-we-do/just-community-of-women-and-men, (letzter Aufruf 19. 04.2026).

Informationen zur Kampange Donnerstag in SchwarzWorld Council of Churches: Thursdays in Black, https://www.oikoumene.org/what-we-do/thursdays-in-black, (letzter Aufruf 19. 04.2026).

Porträt: Freundliche Genehmigung von Rev. Nicole Ashwood

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